Sigrid Faltin

Buch und Regie 

Wie oft muß ich in dem Film La Paloma hören – das war immer die erste oder zweite Frage, die mir gestellt wurde, als ich versuchte, andere Leute für dieses Thema zu begeistern. Niemandem hat sich bislang diese Frage gestellt, der diesen Film gesehen hat. Im Gegenteil: Ich könnte noch viel mehr Versionen hören, ist meist die Reaktion gewesen. Aus Erfahrung weiß ich: So beginnt die La Paloma Sucht. Auch nach Monaten im Schneideraum gibt es für mich immer wieder Momente, wo ich diese Melodie neu entdecke. Glücklicherweise kann niemand sagen, was genau das Geheimnis dieses Liedes ist - sonst hätten es Tausende schon nachgemacht. Was mich fasziniert: In jedem Land, wo wir waren, wurde La Paloma Teil der dortigen Kultur. Es gibt etwas, was uns jenseits unserer Religion und Hautfarbe verbindet: diese Melodie. Ein wunderbares Beispiel, wie wir uns die Globalisierung wünschen: Global spielen – lokal singen. Ich möchte die Zuschauer mit den Geschichten aus drei Kontinenten berühren und verblüffen. Sie sollen hinterher die Melodie pfeifen und sich fragen: Was ist eigentlich meine Lieblingsversion?

Sigrid Faltin arbeitet seit vielen Jahren als Autorin und Produzentin für ARD und ZDF. Ihr letzter international produzierter Dokumentarfilm „die baroness und das guggenheim“ über die deutsche Künstlerin Hilla von Rebay wurde in vielen Ländern gesendet und auf vielen Festivals gezeigt. Er gewann eine Bronzemedaille bei den New York Festivals 2005. Sigrid schrieb über Hilla von Rebay auch eine vielbeachtete Biografie. Für ihr La Paloma Projekt suchte sie einen starken Partner und ist glücklich, ihn mit Seppia gefunden zu haben. Was ihr an Französisch-Kenntnissen fehlt, haben die Kollegen bei Seppia dreimal wettgemacht.
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