Cédric Bonin

Produzent Seppia  

Wenn ich in Frankreich sage, wir machen einen Film über La Paloma, dann fragen sich die Leute, wer war nochmals La Paloma, eine Schauspielerin, eine Opernsängerin? Wenn ich sage, über das Lied La Paloma, beginnen die Leute nochmal zu überlegen, wie es denn klingt. Dann pfeife oder singe ich ein paar Töne, und schließlich sagen alle Franzosen: “Ach, dieses Lied!?! Ich wusste gar nicht, dass es La Paloma heisst”. Immer wieder freut es mich, daß wir durch den Film dieses Lied zurück auf die Bühne bringen. Man spürt in dem Film, wie universell Musik sein kann, und wie das Lied mit dem Leben der Menschen zu tun hat. Coco Schumann sagt, dass die Nazis das Lied missbraucht haben, und fragt: “was kann das Lied dafür?” Wenn man den Film gesehen hat, muß man es eigentlich anders herum sagen: “unglaublich, was dieses Lied alles kann!”
 
Cédric Bonin studierte Betriebswirtschaft und Filmproduktion, und hat bislang in Montpellier, Paris und Ludwigsburg in der Filmbranche gearbeitet. Seit fünf Jahren ist er bei Seppia in Strasbourg, seit drei Jahren ist auch Teilhaber der Firma. Als Produzent verantwortete Cédric u.a. die ersten großen HD-Dokumentationen von Seppia über die Ausgrabungen des grössten Königsgrabes in Ägypten („Grab 33“, Regie: Thomas Weidenbach), über das unglaubige Peladao-Fussball-Turnier in Brasilien („Und ewig lockt der Ball“, Regie: Albert Knechtel) und nun “La Paloma”. Cédric spricht neben seiner Muttersprache fließend deutsch und englisch und hat sich inzwischen auch mit der Mentalität deutscher Filmemacher angefreundet.
www.seppia.fr